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Neuigkeiten aus unserem Haus

Aktiv gegen Menschenhandel und Lohndumping

Sie schuften in Fleischfabriken und auf Baustellen für weniger als 5 € netto. Sie werden im Privathaushalt oder im Restaurant ohne feste Arbeitszeiten wie Sklaven gehalten. Und manchmal wird ihnen selbst der zugesagte Lohn vorenthalten: Das Schicksal der Billigarbeitskräfte, die aus dem Ausland angeworben und hier schamlos ausgebeutet werden, rückt erst langsam ins Bewusstsein der Öffentlichkeit. Eine neue Beratungsstelle in Hannover will diesen Menschen nun rechtliche Unterstützung zukommen lassen.

Besonders skandalös ist die Situation im Norden Niedersachsens, wo schätzungsweise 9000 ausländische Arbeitskräfte in der Fleischindustrie arbeiten, davon viele unter miserablen Bedingungen. “Im Schweinesystem” herrsche “moderne Sklaverei” titelte noch Mitte April die Berliner Zeitung in einer großen Reportage.
Die Region Hannover gehört zwar nicht zu den Zentren der Fleischindustrie – dennoch wird Katarzyna Zentner die Bude eingerannt. Sie leitet seit Anfang 2014 die ““Beratungsstelle für mobile Beschäftigte” “:http://www.mobile-beschaeftigte-niedersachsen.de/typo3/willkommen/, in der von Arbeitsausbeutung und Lohndumping bedrohte Arbeitskräfte Unterstützung erhalten. 50mal musste die Beratungsstelle schon aktiv werden, dabei ging es um Lohnbetrug und Mindestlohnverstoß, um Versicherungsfragen und Scheinentsendung. Besonders häufig sind solche Arbeitsverhältnisse im Baugewerbe, in der Pflege und in der Landwirtschaft, berichtet Frau Zentner. Mehr als Dreiviertel der Opfer kamen aus Polen und Rumänien.

 

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